PROJEKTE FIN /3

Thomas   F E L F E R

S O U N D   W A L K

SOUND WALK  

 

Die Thomas Felfer postuliert Hören als performativen Akt und schließt in seinem Konzept der Hörspaziergänge (SoundWalks) das räumlich-zeitliche Phänomen Klang mit dem räumlich-zeitlichen Phänomen Gehen kurz.

Der SoundWalk in Judenburg bestand aus geführten Stadterkundungen und einer Collage aus Klangemissionen der Stadt. In der Tradition eines John Cage, der Alltags- und Eigengeräusche der Hörer in den Konzertraum eingeführt hat, und eines Max Neuhaus, der das Konzertpublikum zu akustisch interessanten Plätzen geführt hat, führte Felfer – in die Soundstudies einführend – durch die Stadt, um deren Soundtrack der Wahrnehmung zu erschließen.

Felfer hob dabei insbesondere politische Dimensionen (z.B. von Macht), wie sie sich klanglich manifestieren, die semantische Codierung und die Bedeutung als sozialer Ausdruck mit jeweils eigenen historischen Kontexten hervor.